Mit zunehmendem Alter steigt die Verletzungsgefahr. Gleichzeitig treten bei älteren Patientinnen und Patienten häufig zusätzliche akute oder chronische Erkrankungen auf, sodass sich die Genesungszeit – etwa nach einem Sturz – oftmals als langwierig erweist. Für Fälle einer solchen Behandlung von geriatrisch veränderten älteren Menschen haben wir im Krankenhaus Neuwerk ein besonderes Zentrum für Alterstraumatologie und Orthogeriatrie gegründet. Hier arbeiten Orthopäden und Unfallchirurgen Hand in Hand mit geriatrischen Ärzten. Das Team behandelt Patientinnen und Patienten in einem interdisziplinären Ansatz, um Krankheiten und Verletzungen ganzheitlich und sicher zu versorgen. Unser Ziel: Wir möchten die Patientinnen und Patienten so selbstständig wie möglich wieder in ihr gewohntes Umfeld entlassen. Dafür stehen wir im engen Austausch mit den Angehörigen, um einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen und die Lebensqualität zu erhalten.

Alterstraumatologie

In enger Zusammenarbeit zwischen unseren Fachbereichen Geriatrie und Unfallchirurgie behandeln wir ältere Patientinnen und Patienten mit Unfallverletzungen. Die häufigste Ursache hierfür sind Stürze, die wiederum durch andere Erkrankungen wie etwa Schwindel oder Osteoporose verursacht werden können und deshalb in der Therapie mit berücksichtigt werden sollten. Zunächst steht die akutmedizinische Behandlung durch unsere unfallchirurgischen Ärzte im Fokus. Im Anschluss daran versorgt das geriatrische Team den Patienten bzw. die Patientin und begleitet die weitere Genesung, stets mit Blick auf die möglichen zusätzlichen Begleiterkrankungen. In mehreren Studien konnten eine signifikant bessere Selbstständigkeit der Patienten und Patientinnen sowie eine deutlich verminderte Quote von Heimeinweisungen unter geriatrischer Mitbehandlung nachgewiesen werden.

Zu den am häufigsten behandelten Verletzungen zählen:

  • Oberschenkhalsbruch
  • Wirbelkörperbruch
  • Fraktur des Sprunggelenks
  • Brüche am Handgelenk

Kontakt Alterstraumatologie

Wir sind für Sie da

Zentrale Notaufnahme

Krankenhaus Neuwerk

02161 668 2350

zentralambulanz@kh-neuwerk.de

Ein Arzt aus dem Fachbereich Orthopädie erklärt eine Behandlung am Gelenk.

Orthogeriatrie

Unser Zentrum ist als einziges in der Region besonders spezialisiert auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit orthopädischen Problemen. Erkrankungen der Bewegungsorgane – beispielsweise Arthrose, Osteoporose oder Wirbelsäulenerkrankungen – treten gerade beim alten Menschen sehr häufig auf und bedürfen einer operativen Therapie. Bisher werden anschließend viele Patientinnen und Patienten nach einer anfänglichen Mobilisation wieder nach Hause entlassen, ohne auf ihre besonderen Bedürfnisse einzugehen.

Auch hier kann eine signifikant bessere Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten durch geriatrische Mitbehandlung erreicht werden. Unser interdisziplinäres Team übernimmt nach einer Krankenhausverlegung die orthopädisch-geriatrische Weiterbehandlung: Neben einer physiotherapeutischen Begleitung bewerten wir auch die allgemeine gesundheitliche Verfassung und behandeln so etwa Begleiterkrankungen wie Demenz oder Schwindel. Ergotherapeutische Übungen bereiten auf das Leben im Alltag vor. Darüber hinaus können im Bedarfsfall logopädische und psychologische Therapieeinheiten erfolgen. Unser Sozialdienst informiert und unterstützt Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen bei der Beschaffung von Hilfsmitteln oder der Beantragung einer Rehabilitationsmaßnahme. Erklärtes Ziel ist es, Betroffene so selbstständig wie möglich nach Hause oder in eine anschließende orthopädische Rehabilitation zu entlassen.

Kontakt Orthogeriatrie

Wir sind für Sie da

Martina Fegers, Chefsekretärin

Krankenhaus Neuwerk

02161 668 2491

altersmedizin@kh-neuwerk.de

Ganzheitlicher Therapieansatz

Begleiterkrankungen sicher behandeln

Schwere funktionelle Defizite und/oder Begleiterkrankungen erschweren oftmals die akutmedizinische Therapie im Krankenhaus. Deshalb ist es wichtig, ältere Patientinnen und Patienten ganzheitlich zu behandeln und die Therapie genau auf ihre Bedürfnisse und Einschränkungen hin anzupassen. Unsere geriatrischen Ärzte sind seit vielen Jahren geschult in der „360-Grad-Behandlung“ älterer Menschen.

Dekubitus

Langfristiges Liegen kann einen sogenannten Dekubitus, auch bekannt als Wundliegen oder Druckgeschwür, hervorrufen. Die Blutgefäße des Körpers werden zusammengedrückt, sodass die Haut nicht mehr gut durchblutet wird. Unser erfahrenes Ärzte- und Pflegeteam arbeitet hier Hand in Hand, um die medizinisch versorgte Wunde nicht länger zu belasten. Spezielle Antidekubitus-Matratzen sowie häufiges Umlagern und Mobilisieren von bettlägerigen Patientinnen und Patienten fördern die Wundheilung und lindern so die Schmerzen.

Delir

Eine Krankenpflegerin legt einem Senioren eine Hand auf den Rücken und begleitet diesen durch den Krankenhausflur.

Hierbei handelt es sich um eine temporäre Störung von Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Denken, Gedächtnis oder Schlafrhythmus. Je älter ein Mensch ist, desto höher ist das Risiko für ein Delir. Die Behandlung läuft in drei Schritten ab: Zunächst schaut unser geriatrisches Ärzteteam auf die Wechselwirkung von bereits eingenommenen Medikamenten und stellt deren Gabe bei Bedarf um. Zudem kümmern sich Pflegefachkräfte, Therapeuten und Betreuungsassistenten darum, regelmäßige Bewegungseinheiten anzubieten und sensibilisiert Betroffene für alltägliche Handgriffe wie das Aufsetzen einer Brille oder regelmäßiges Trinken. Versprechen diese Schritte keinen Erfolg, besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen medikamentösen Therapie, speziell für Delir-Betroffene.

Demenz

Mehrere Frauen stehen gemeinsam in einem Kreis und halten die Hände erhoben aneinander.

Je nach Stadium der Demenz fehlt Betroffenen das Verständnis für den Grund ihres Krankenhausaufenthaltes oder für die eingeleiteten Therapiemaßnahmen. Unser interdisziplinäres Team aus Ärzten, Pflegefachkräften, Psychotherapeuten, Logopäden sowie Physio- und Ergotherapeuten stellt sich ganz auf die Therapie demenzerkrankter Menschen ein und leistet Hilfestellung, wann immer sie nötig ist. Ein Farb- und Symbolsystem ermöglicht es den Patientinnen und Patienten, sich nach Möglichkeit selbstständig im Zimmer und auf der Station zu bewegen.

Unsere Kompetenz für Ihre Gesundheit

Unser Team

Aktuelles & Neuigkeiten

Immer auf dem aktuellsten Stand

Alexander Stoff: Ästhetischer Chirurg neu im Adipositas-Zentrum

(25.11.2022) „Wir sehen nach einer Straffungs-Operation glückliche Patienten mit normalen Essgewohnheiten. Dankbare Menschen, die wieder mit Freude am sozialen Leben teilnehmen können“, berichtet Dr. Alexander Stoff. Der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie gehört jetzt zum Team des Adipositas- und Reflux-Zentrums Niederrhein am Krankenhaus Neuwerk. Seine Spezialisierung: die postbariatrische-rekonstruktive Chirurgie.

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Hussain Ismail mit MIC III-Zertifikat ausgezeichnet

(17.11.2022) MIC – das steht für Minimal-Invasive Chirurgie. Und das MIC III-Zertifikat ist das höchste Zertifikat, das ein Operateur in der minimal-invasiven Chirurgie erlangen kann: Hussain Ismail ist Experte auf diesem Gebiet und leitet seit Juli als Oberarzt die Sektion der minimal-invasiven gynäkologischen Chirurgie in der Frauenklinik am Krankenhaus Neuwerk. Von der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE) hat er nun diese höchste Auszeichnung erhalten. Damit zählt er zu nur rund 120 Spezialisten mit dieser Qualifikation im deutschsprachigen Raum.

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Nutzung von Routinedaten zur Qualitätsverbesserung

(07.10.2022) In der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) engagieren sich länder- und trägerübergreifend derzeit rund 500 Krankenhäuser aus Deutschland und der Schweiz für mehr Qualität in der Medizin. Das Krankenhaus Neuwerk kooperiert nun mit der Initiative und profitiert von innovativen und anwenderfreundlichen Tools zur Qualitätsverbesserung.

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