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Entbinden in Zeiten von Corona

Beim Online-Infoabend für werdende Eltern, den das Krankenhaus Neuwerk in Corona-Zeiten als Alternative über Facebook anbietet, hat das Team der Geburtshilfe rund um Chefarzt Dr. Ralf Dürselen viele Fragen zu beantworten. Eine Entbindung bedeutet Nähe und Körperkontakt zur Schwangeren. Das ist für viele werdende Eltern Grund zur Sorge. „Wir können alle Schwangeren beruhigen: Eine Entbindung kann stattfinden wie immer. Auch mit Corona infizierte Schwangere brauchen sich keine Sorgen zu machen und können sich auf die Geburt freuen. Wir sind auf Sie vorbereitet“, so Dr. Dürselen.

 

Ein weiterer Gedanke, den die werdende Mutter beschäftigt, ist, dass sie die Geburt alleine durchstehen muss. „Eine Bezugsperson kann bei der Geburt dabei sein. Meistens ist das der Vater. Es darf aber auch die Mutter oder eine Schwiegermutter sein“, erklärt Oberarzt Rudolf Merkelbag. Wichtiger sei, dass die Bezugsperson nicht wechselt, da bei der Geburt momentan alle mit Mundschutz arbeiten, um die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen zu erfüllen. Gemeinsam kann die Familie anschließend ein Familienzimmer beziehen und die erste Zeit zusammen genießen. Der Besuch von anderen Angehörigen, auch von Geschwisterkindern, sei nicht gestattet und müsse aber auf die Zeit zu Hause verschoben werden. „Da müssen wir das Infektionsrisiko so gering wie möglich halten“, so Merkelbag weiter.

Die Hebammensprechstunde und auch die Abstimmung mit dem Arzt erfolgt momentan telefonisch. Dafür ist eine besondere Hotline unter Telefon 02161/668-2151 eingerichtet. „Besondere Wünsche, wie die Geburt für Sie ablaufen soll, dokumentieren wir“, erklärt Kerstin Kuttner, die leitende Hebamme den Ablauf in Corona-Zeiten. Die Entscheidung, ob vorab noch eine ärztliche Untersuchung nötig sei, würde zunächst auch telefonisch geklärt, um Fremdkontakte so gering wie möglich zu halten. Eine telefonische Anmeldung zu einer Spontan-Geburt sei auch jetzt nicht unbedingt nötig: „Wir sind jederzeit bereit und rund um die Uhr auf Sie vorbereitet,“ betont Kerstin Kuttner, „denn Geburten sind nicht planbar."

In seltenen Fällen ist es möglich, dass sich eine Frau während der Schwangerschaft mit dem SARS CoV 2-Virus infiziert. Auch hier können die Experten beruhigen. „Wir wissen aus Wuhan, dass Schwangere nur leichte Verläufe zeigen und eine Übertragung des Virus auf das Neugeborene nicht angezeigt wird. Auch können die Mütter ihr Neugeborenes stillen“, erklärt Chefarzt Dr. Dürselen. „Unser Team ist auf Sie vorbereitet, freuen Sie sich auf Ihre Geburt und genießen Sie diese“, macht er allen werdenden Eltern Mut.

In der Klinik für Geburtshilfe im Krankenhaus Neuwerk kommen jährlich mehr als 1100 Kinder zur Welt. Das Team um Chefarzt Dr. Ralf Dürselen mit vier Oberärzten und 13 Hebammen sorgt für eine engmaschige Betreuung und für eine individuelle, familienfreundliche und sichere Geburt. Die Klinik hält ein umfassendes Leistungsangebot vor, das werdenden Eltern Sicherheit gibt. Dazu zählen nicht nur moderne Geburtsräume mit Multifunktionsbetten oder Gebärstuhl, sondern vor allem die direkte Anbindung an die Kinderintensivstation.