Wenn Gelenkschmerzen den Alltag bestimmen
Mönchengladbach, 14.09.2026. Schmerzen beim Gehen, Unsicherheit auf Treppen oder der Verzicht auf Spaziergänge: Verschleiß an Hüfte, Knie oder Schulter kann die Lebensqualität deutlich einschränken. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Gelenk? Im Krankenhaus Neuwerk werden Patientinnen und Patienten mit Gelenkbeschwerden individuell beraten und behandelt.
„Nicht das Röntgenbild entscheidet, sondern die Lebensqualität“, sagt Dr. Thomas Kruppa, Chefarzt des Muskuloskelettalen Zentrums am Krankenhaus Neuwerk. Wenn Schmerzen dauerhaft den Alltag einschränken, Bewegung kaum noch möglich ist und konservative Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, könne ein künstliches Gelenk eine sinnvolle Lösung sein. Ziel sei es, Mobilität und Selbstständigkeit zurückzugewinnen.
Im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung arbeitet ein spezialisiertes Team aus Orthopädie, Pflege, Anästhesie und Physiotherapie zusammen. Behandelt wird das gesamte Spektrum der Gelenkendoprothetik: Dazu gehören Eingriffe an Hüfte, Knie und Schulter ebenso wie komplexe Wechseloperationen, bei denen bereits vorhandene Prothesen erneuert werden.
Dabei steht vor jedem Eingriff eine sorgfältige und individuelle Planung. Denn nicht jeder Gelenkschmerz führt automatisch zu einer Operation. Welche Behandlung geeignet ist, hängt von den Beschwerden, der Beweglichkeit und der persönlichen Situation der Patientinnen und Patienten ab.
Ein weiterer Schwerpunkt am Krankenhaus Neuwerk ist die fachübergreifende Zusammenarbeit im Muskuloskelettalen Zentrum. Orthopädie, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie betrachten nicht nur das betroffene Gelenk, sondern den gesamten Bewegungsapparat. So können unterschiedliche Ursachen für Beschwerden berücksichtigt und gemeinsam passende Behandlungsmöglichkeiten entwickelt werden.
Ist eine Operation notwendig, beginnt die Mobilisation früh. Mit dem Rapid-Recovery-Konzept werden Patientinnen und Patienten bereits am Tag des Eingriffs wieder an Bewegung herangeführt. „Dank moderner, gewebeschonender Operationsverfahren können unsere Patientinnen und Patienten bereits am OP-Tag aufstehen beziehungsweise ihr Gelenk wieder bewegen“, erklärt Kruppa. Das soll die Genesung unterstützen und dabei helfen, möglichst schnell wieder Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag zu erreichen.
Wer über längere Zeit unter Gelenkschmerzen leidet, sollte die Beschwerden daher ärztlich abklären lassen. So kann frühzeitig geklärt werden, welche Behandlung infrage kommt – und ob beziehungsweise wann ein operativer Eingriff sinnvoll ist.