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Ausbildung zur Pflegefachfrau und -mann mit neuen Herausforderungen

Mit dem 1. Oktober beginnen am Krankenhaus Neuwerk „Pflegefachfrauen“ und „Pflegefachmänner“ ihre Ausbildung – so heißt das examinierte Pflegepersonal zukünftig. Mit dem Inkrafttreten des „Pflegeberufe-Reformgesetz“ am 1. Januar 2020 hat die Gesetzgebung nicht nur den Namen des Berufs der angehenden Pflegekräfte geändert, sondern auch die Organisation der Ausbildung. Das Krankenhaus Neuwerk hat eigens dafür eine Stelle geschaffen: Sheila Bothe arbeitet seit dem 1. Dezember 2019  als freigestellte Praxisanleiterin und verantwortliche Praxiskoordinatorin und organisiert sämtliche Abläufe rund um die reformierte Ausbildung.

 

„Die Arbeitsorganisation und die Abläufe in der Pflege werden sich durch die neuen Strukturen in den kommenden Jahren verändern“, so Bothe. Das neue Gesetz verlange nämlich nicht nur eine standardisierte Koordination der Ausbildung, sondern auch die Verwaltung der kompletten Administration, vom Bewerberverfahren über die Ausbildung bis zur eventuellen Einstellung. Da der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal stetig steigt, können Auszubildende ab 2021 am Krankenhaus Neuwerk auch zum 1. April die dreijährige Pflegeausbildung beginnen. Bewerbungen nehmen Sheila Bothe und der stellvertretende Pflegedienstleiter Hans-Peter Wolters ab sofort unter karriere@ak-neuss.de entgegen.

Ein wichtiger Faktor der Neuerung greift schon jetzt für die Auszubildenden nach dem alten Gesetz, wie Tajana Schulz, 19 Jahre, Ende des ersten Ausbildungsjahrs. „Die sogenannten Praxisstunden, in denen die Schüler bisher vom gesamten Pflegepersonal begleitet, betreut und angeleitet wurden, dürfen nur noch ausschließlich von ausgebildeten Praxisanleitern durchgeführt werden“, erklärt Bothe die verschärfte Qualitätsregel. Bisher haben auch „normale“ Pflegekräfte ohne die Weiterbildung zur Praxisanleitung diese Betreuung durchgeführt. „Damit wir das erhöhte Kontingent der Stunden auffangen können, bilden wir zum einen weitere Praxisanleiter aus, und zum anderen haben wir Lerngruppen mit drei bis vier Schülern mit unterschiedlichem Ausbildungsstand gebildet, die ein Praxisanleiter durch den ganzen Tag begleitet“, erklärt Hans-Peter Wolters. Tajana ist von dieser Neuerung begeistert: „Wir lernen voneinander und haben aber auch mehr Eigenverantwortung, weil wir jetzt eine Schicht lang für vier Zimmer zuständig sind.“ Das verlange Selbstorganisation sowie Absprachen unter den Mitschülern, das steigere das Selbstwertgefühl.

Außerdem freue Tajana sich ab August wieder auf den Präsenzunterricht in der St. Elisabeth-Akademie. Die neuen Räumlichkeiten am Hammfelddamm in Neuss sind nach der Renovierung hochmodern mit Simulationsräumen ausgestattet. Der Theorieunterricht funktioniere zwar auch online, doch auf ein menschliches Gegenüber, mit dem man analog kommunizieren zu könne, darauf freue sie sich besonders.  

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